H&M shopping story

20. November 2013



Es gibt immer einen ganz besonderen Tag im November-dann wenn die Designerkollektion für H&M in die Läden kommt. Normalerweise sitze ich an diesen Tagen schon ab 5 Uhr morgens an meinem Computer, halte mich ununterbrochen auf den Seiten des Online-Shops auf und aktualisiere alle 3 Sekunden das Bild. In diesem Jahr wollte ich es aber ganz genau wissen! Ich muss zugeben, es ist wahrscheinlich schon ein wenig verrückt um 2.30 Uhr in der Nacht das nächste H&M- Geschäft aufzusuchen, welches die heiß ersehnte Ware verkauft. Besonders dann, wenn sich besagter Store in Berlin befindet und 2 Stunden Fahrt vor einem liegen. 

Alles egal- schnell die langhaarige bessere Hälfte eingepackt und los, mitten rein in die Vollsperrung! Ohhhh man, das ist jetzt nicht war oder?!! Zum Glück dauerte dieser kleine Zwischenfall nicht so lange und wir konnten pünktlich um 5 Uhr den Parkplatz ansteuern. Tatsache gab es noch verrücktere Mädchen als uns. Sie saßen mit Klappstuhl und Decke vorm Eingang. Das war selbst mir zu viel und außerdem wohin mit dem ganzen Kram, wenn das Gedrängel erst richtig losgeht? Schnell durchgezählt waren noch ca. 14-15 Personen Luft bis zum Ende der ersten Shopping-Gruppe. Denn eine Shopping-Regel von H&M (ja es gibt Regeln an Tagen wie diesen) besagt, zu verschiedenen Zeiten dürfen verschiedene Gruppen im abgegrenzten Haben-Wollen-Bereich einkaufen. 

Um 5.10 Uhr war alles entspannt und das Etappenziel "erste Shopping-Gruppe" zum Greifen nah. Also noch schnell Kaffee gegen Kälte und Müdigkeit, wobei sich hier das Wort "schnell" auf einen Zeitraum von einer Stunde bezieht. Denn auch im schönen, großen Berlin gab es um diese Uhrzeit nicht einen einzigen Schluck dieses so dringend benötigten koffeinhaltigen Heißgetränks. Eine Bäckersfrau hatte dann doch Mitleid und gab uns, was wir wollten noch vor Ladenöffnung. Um 6.10 Uhr hatte sich die Gruppe um 10 Personen erweitert. "Also jetzt müssen wir uns aber anstellen" sprudelte es aus mir heraus und meine arme Freundin wusste genau, um die letzten 50 Minuten bibbern kommt sie nicht herum. Ich werde auf ewig dankbar sein! Hinter uns platzierte sich…tadaaaa…ein Mann, der für (ja wirklich) seine Freundin shoppen wollte, während sich vor uns doch tatsächlich darüber gestritten wurde, wer genau welche Nummer in der Schlange der ersten 20 Personen hat. Damit hatte ich jetzt auch nicht gerechnet. War es denn wirklich wichtig, ob ich als 2. oder 12. Person den Laden betrete? Mit unseren Nummern 16 und 17 konnte jedenfalls nichts mehr schief laufen. 

7.00 Uhr-Bändchenalarm! Die Farbe des Armschmucks zeigte uns, zu welcher Zeit wir hier nun einkaufen dürfen. Noch eine weitere Stunde und einen weiteren Kaffee später bereitete ich mich gemeinsam mit meinen Rippen auf Kleiderbügel und Ellenbogen vor (man hatte ja schon die tollsten Dinge gehört) und dann endlich - H&M öffne dich, 15 Minuten Zeit, der Countdown läuft! Im Laden angekommen erblickten wir erstaunlich viele Teile der Kollektion und schnell wurde klar, dass hier jeder ein Stück abbekommt. Leider konnte diesen glücklichen Sachverhalt nicht jede Shopping-Queen sofort erkennen und so kam es doch noch zu den heraufbeschworenen brenzligen Situationen mit Bügel und Ellenbogen. Schnell weg- Erster in der Umkleide- yeah! Rein in die Klamotten- drehen- raus aus den Klamotten- gekauft. 

Das Shopping-Erlebnis bei H&M endet abrupt und schockierend, wenn man feststellt, dass man mehr in der Hand hält als geplant und auch mehr bezahlen muss als gedacht. Aber die Strapazen sollten sich schon lohnen. Nach 20 Minuten Intensivshopping bin ich müde aber glücklich. 

Und die Moral von der Geschicht- entscheide selbst, sind die Klamotten der Designer für H&M dir wichtig oder nicht?

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